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Selfkant (Gemeinde und Region)
Im Herzen Europas, zwischen Maas und Rhein, am 51. Breitengrad, liegt die Region "Der Selfkant".
Im mittelalterlichen Städtchen Gangelt, im äußersten Westen Deutschlands, erinnert eine Weltkugel am Schnittpunkt des 51. Breiten- und 6. Längengrades an den berühmten Sohn Gangelts, den Kartographen Gerhard Mercator. Zwei Stadttore sowie der restaurierte Turm der früheren Burg und Reste der Stadtmauer gehören zu den Befestigungsanlagen des 15. Jahrhundert. Sehenswert ist auch die auf eiem Hügel liegende St. Nikolaus Kirche. Die Selfkantbahn, die letzte schmalspurige Kleinbahn in NRW, verkehrt zwischen Schierwaldenrath und Gillrath an jedem Sonn und Feiertag von Ostern bis Ende September.
Die heutige Gemeinde Selfkant (nach der gleichnamigen Landschaft benannt) ist der westlichste Teil der Bundesrepublik. Der absolut westlichste Ort ist Isenbruch. Einen Besuch wert ist hier die Kapelle Isenbruch, ein gotischer Bau aus Mergelstein, 15. - 16. Jh.. I der St. Gertrudis Kirche in Tüddern steht eine weitere wertvolle Kostbarkeit, eine Holzskulptur der Anna Selbdritt aus dem Jahr 1513.
Eine der ältesten nachgewiesenen Geschichte hat die Gemeinde Waldfeucht. Sie reicht bis 4.000 v. Chr. zurück. Sehenswert ist die Historische Stadtbefestigung, Wall und Graben aus dem 13. Jh. und das Schlösschen in Waldfeucht (17. Jh.), heute Sitz der Gemeindeverwaltung. In der Pfarrkirche St. Lambertus (15. Jh.) befinden sich Kunstschätze aus dem 15. bis 19. Jh.; In Betrieb befinden sich auch die Windmühlen von Waldfeucht und Haaren (von April bis Okt. an jedem 1. + 3. Samstag geöffnet) Bei Brüggelchen ist noch die Motte "Bolleberg" (10. Jh.), eine frühmittelalterliche Flieh- und Verteidigungsanlage zu sehen. Für den Heimatkundler ist sicherlich ein Besuch der Gerhard-Tholen-Stube lohnenswert. |
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